Tipps für Paare
Praktische Anregungen aus der Paartherapie-Praxis
Beziehungen brauchen Aufmerksamkeit und Bewegung, um lebendig zu bleiben. Nähe, Vertrauen und Verbundenheit entstehen nicht von selbst, sondern durch bewusste Kommunikation und regelmäßigen Austausch. Auf dieser Seite finden Sie praktische Tipps aus meiner Paartherapie-Praxis. Die Anregungen unterstützen Paare dabei, ihre Kommunikation zu vertiefen, Nähe zu fördern und den gemeinsamen Alltag bewusster zu gestalten.
Kommunikation in der Partnerschaft Teil 1
Das persönliche Paargespräch
Regelmäßige persönliche Gespräche stärken Nähe und Verbundenheit. Sie schaffen Raum, um Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse mitzuteilen – und sich gegenseitig wirklich zuzuhören. Entscheidend ist, diesen Gesprächen bewusst Zeit einzuräumen und sie fest im Alltag zu verankern.
Diese Form des Gesprächs hilft, Missverständnisse zu reduzieren und einen respektvollen Austausch auf Augenhöhe zu fördern.
Kommunikation in der Partnerschaft Teil 2
Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg
Die Gewaltfreie Kommunikation wurde von Dr. Marshall Rosenberg entwickelt. Sie ist ein bewährtes Konzept zur Konfliktklärung und unterstützt Paare dabei, empathisch und verständlich miteinander zu sprechen. Im Mittelpunkt steht die Verbindung zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen sowie zu denen des Partners.
Die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation
1. Beobachtungen Was nehme ich gerade wahr? Beschreiben Sie die Situation sachlich, ohne Interpretation oder Bewertung.
2. Gefühle Was fühle ich in dieser Situation? Benennen Sie Ihre Gefühle offen und ehrlich.
3. Bedürfnisse Welches Bedürfnis steht hinter meinen Gefühlen? Was ist mir in diesem Moment wichtig?
4. Bitten Formulieren Sie eine konkrete Bitte. Eine Bitte sollte an eine konkrete Handlung geknüpft sein und Gefühle sowie Bedürfnisse berücksichtigen. Was kann der andere tun, um mein Bedürfnis zu unterstützen und die gemeinsame Lebensqualität zu verbessern?
Weitere Fragen und Impulse für eine gelingende Partnerschaft
Diese Fragen können helfen, die eigene Haltung zu reflektieren und die Beziehung bewusst zu gestalten:
Ärger schafft Distanz. Empathie und Einfühlung ermöglichen Nähe. Sie helfen, sich selbst verletzlich zu zeigen und dem anderen offen zu begegnen ohne vorschnelle Urteile oder festgelegte Rollen.